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Weltkarte des Protektionismus erarbeitet

München 13. September 2007

  • Viele OECD-Staaten haben zwischen 1998 bis 2003 ihre Rahmenbedingungen für ausländische Beteiligungen verbessert
  • Geringe Hürden für Mergers & Acquisitions (M&A) in Belgien, Großbritannien, Dänemark, Irland, Island und den USA
  • Schwieriger gestalten sich Fusionen und Akquisitionen in Frankreich, Italien, Norwegen, Polen, der Türkei und Ungarn

Die Rahmenbedingungen für Fusionen und Unternehmenszusammenschlüsse haben sich zwischen 1998 und 2003 in vielen OECD-Staaten verbessert. Allerdings wird es ausländischen Investoren nur in wenigen Volkswirtschaften leicht gemacht, sich an einheimischen Unternehmen zu beteiligen oder sie komplett zu übernehmen. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die unter der Leitung von André Schmidt, Professor und Inhaber des Lehrstuhls "International Economic Policy" des Department of Law, Governance & Economics an der European Business School, Oestrich-Winkel, durchgeführt wurde. Zu diesen Ländern zählen Belgien, Dänemark, Großbritannien, Irland, Island und die USA. Schwieriger gestalten sich Firmenübernahmen und -fusionen in Frankreich, Italien, Norwegen, der Türkei und Ungarn. Die Ergebnisse der Untersuchung erscheinen Ende September im drei Mal jährlich publizierten Roland-Berger-Kundenmagazin think:act.

Um die Möglichkeiten von Fusionen und Firmenübernahmen darzustellen, definierten die Forscher einen Offenheitsgrad von null bis sechs. Null bedeutet, dass das Land sehr offen ist für Übernahmen und Kapitalbeteiligungen, sechs bedeutet nicht offen.

Um den jeweiligen Offenheitsgrad zu ermitteln, gilt es drei Faktoren zu bewerten: Erstens, inwiefern können sich ausländische Firmen grundsätzlich an einheimischen Firmen beteiligen? Zweitens spielen Marktstrukturen, Größe des öffentlichen Sektors sowie staatliche Beteiligungen an privaten Firmen eine Rolle. Drittens gilt es, Gesetze zu beachten, die den Spielraum ausländischer Besitzer einheimischer Firmen begrenzen können.

 
 

In der kommenden Ausgabe des Entscheidermagazins schreibt zudem IBM-Chef Sam Palmisano exklusiv über sein Konzept für internationale Unternehmensführung. think:act zeigt auch, wie sich moderne Kommunikationstechnologien auf unser Privatleben auswirken, wie etwa Auswanderer das Netz nutzen, um mit ihren heimischen Kirchen in Verbindung zu bleiben. Und es kommen weitere interessante Menschen zu Wort: So erklärt Kiton-Gründer Ciro Paone den neuen Trend zur Handarbeit, und Fußballkaiser Franz Beckenbauer spricht in einem Exklusiv-Interview über den Sieg der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1990 und die Bedeutung der Farbe Grün.

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