REITs – Chancen für den deutschen Immobilien- und Finanzmarkt
September 2006
Ab 2007 plant der Gesetzgeber in Deutschland Real Estate Investment Trusts (REITs) einzuführen, und sie versprechen eine attraktive Kapitalanlage zu werden. In der Studie "REITs – Chancen für den deutschen Immobilien- und Finanzmarkt" beziffert Roland Berger Strategy Consultants das Marktvolumen von German Real Estate Investment Trusts (G-REITs) im Jahr 2010 auf bis zu 57 Milliarden Euro. In den Immobilienvermögen der Unternehmen schlummert erhebliches Potenzial. Durch REITs können die Firmen diese Vermögen kapitalisieren, um so Wachstum zu finanzieren und ihre Expansionspläne zu verwirklichen. Verbindungen von REITs mit anderen Asset-Klassen führen zu einer überlegenen Risiko-Rendite-Kombination, lautet ein weiteres Ergebnis der Untersuchung, die auf Desk Research, Marktvergleichen und Interviews mit Marktteilnehmern im Jahr 2006 basiert.
Ein REIT ist eine meist börsennotierte Immobilien-Gesellschaft mit dem Ziel Immobilien zu bewirtschaften. REITs wurden 1960 in den USA, 1969 in den Niederlanden, 1985 in Australien, 1994 in Kanada und 2000 in Japan zugelassen. Großbritannien und Deutschland planen, REITs 2007 einzuführen.
"Deutschlands Immobilienmarkt ist der größte in Europa, aber die Unternehmen könnten noch erhebliche Teile ihres Immobilienvermögens dem Kapitalmarkt zugänglich machen", erklärt Thomas Eichelmann, Mitglied des Executive Committee und Leiter des Competence Center Financial Services bei Roland Berger Strategy Consultants. REITs bieten dazu eine attraktive Möglichkeit.
Der Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht strikte Vorgaben für REITs vor. Sie müssen börsennotiert sein, 90 Prozent ihrer Gewinne ausschütten, 75 Prozent des Vermögens in Immobilien anlegen und 75 Prozent der Einkünfte aus Immobilien erzielen. Zudem dürfen einzelne Anteilseigner maximal 10 Prozent der Anteile an einem REIT halten.

