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Studie von Roland Berger Strategy Consultants zu den Folgen von Brennelementesteuer und CO2-Auktionierung: Deutschen Energiekonzernen drohen Milliardenbelastungen

München, 27. August 2010

  • Berechnung der Folgen von Brennelementesteuer und CO2-Auktionierung für die wichtigsten europäischen Energiekonzerne im Jahr 2013
  • RWE und Vattenfall besonders betroffen (zusätzliche Belastungen in Höhe von mehr als 40 Prozent des operativen Ergebnisses von 2009)
  • Es drohen schwindende Finanzkraft, weniger Investitionen und kleinere Gestaltungsspielräume

Den deutschen Energiekonzernen drohen in den kommenden Jahren Gewinneinbrüche in Milliardenhöhe. Die Energieexperten von Roland Berger Strategy Consultants haben die finanziellen Folgen einer Brennelementesteuer sowie des CO2-Lizenzhandels für die wichtigsten europäischen Energiekonzerne im Jahr 2013 berechnet. Ab diesem Jahr müssen die Unternehmen Verschmutzungsrechte in vollem Umfang ersteigern; bislang bekommen sie einen großen Teil kostenlos zugeteilt. Die Folgen für die Unternehmen wären teilweise dramatisch: Die Finanzkraft würde schwinden, Investitionen müssten gekürzt werden, der Gestaltungsspielraum der Firmen würde immer enger. RWE und Vattenfall wären besonders betroffen, den Unternehmen drohen zusätzliche Belastungen in Höhe von mehr als 40 Prozent des operati-ven Ergebnisses von 2009.

"Die europäische Wettbewerbslandschaft verändert sich massiv", sagt Veit Schwinkendorf, der Leiter des Kompetenzzentrums Energy & Chemicals bei Roland Berger Strategy Consultants. "Und das zum Nachteil der deutschen Unternehmen". Den deutschen Energiekonzernen drohen in den kommenden Jahren Gewinneinbrüche in Milliardenhöhe.

In einer Studie haben die Roland Berger Experten die finanziellen Folgen einer Brennelementesteuer sowie des CO2-Lizenzhandels für die wichtigsten europäischen Energiekonzerne im Jahr 2013 berechnet. Ab diesem Jahr müssen die Unternehmen Verschmutzungsrechte in vollem Umfang ersteigern; bislang bekommen sie einen großen Teil kostenlos zugeteilt.

Deutsche Versorger im Wettbewerb geschwächt

Die Folgen für die Unternehmen wären der Studie zufolge teilweise dramatisch: Die Finanzkraft der Unternehmen würde schwinden, Investitionen müssten gekürzt werden, der Gestaltungsspielraum der Firmen würde immer enger. Die aktuellen und angekündigten Performance-Programme, so ein weiteres Ergebnis der Studie, reichten nicht, um die Ergebnislücke zu schließen.

"Kommt die Brennelementesteuer, können die Firmen die Belastung mit Kostensparen allein nicht mehr ausgleichen", sagt Roland Berger Partner Jörg Stäglich. Die europäischen Wettbewerber würden profitieren und könnten ihre Marktposition kräftig ausbauen.

Der Studie zufolge wären die Versorger RWE und Vattenfall (mit jeweils einem hohen Anteil von Kohlekraftwerken) besonders betroffen. Auf sie könnten im Jahr 2013 zusätzliche Belastungen in Höhe von mehr als 40 Prozent ihres operativen Ergebnisses von 2009 zukommen. Bei EnBW, wo eine Atomsteuer relativ am stärksten durchschlägt, wären dies immerhin noch 36, bei Eon etwa 25 Prozent.

Sprache

English | German

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