Nachhaltigkeit im Immobilienmanagement
2010
Die Immobilien- und Bauwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle bei der Senkung der CO2-Emissionen. In den OECD-Staaten gehen etwa 30% des Treibhausgasausstoßes auf das Konto von Wohn- und Gewerbeimmobilien – und das nur in der Betriebsphase.
Der Bau- und Immobiliensektor hat aber nicht nur große ökologische Bedeutung: Die Roland Berger Studie "Nachhaltigkeit im Immobilienmanagement" zeigt, dass hier in allen Phasen der Wertschöpfungskette auch enorme finanzielle Potenziale für sämtliche Akteure verborgen liegen – von den Projektentwicklern über die Bauindustrie bis hin zu Vermietern und Betreibern: Mehr als 70 Prozent der Bauherren, Investoren und Mieter sind bereit, für nachhaltige Immobilien höhere Kosten in Kauf zu nehmen. Ihnen wäre die Nachhaltigkeit einen Aufschlag von durchschnittlich 9% wert.
Daraus ergibt sich ein zusätzliches Investitionspotential von rund 13 Mrd. Euro in Deutschland. Bisher werden Immobilien noch hauptsächlich als Produktionsfaktor gesehen. Nach Einschätzung der Befragten werden Immobilien in den kommenden Jahren aber zunehmend als strategische Ressource wahrgenommen. Nachhaltigkeitszertifikate bieten dabei keinen messbaren Mehrwert.

