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TV-Endgame | Der Kampf um das Fernsehen der Zukunft hat begonnen

2012

Es könnte gut sein, dass das Fernsehen in seiner heutigen Form 2020 nicht mehr existiert. Technik, Akteure und Inhalte werden sich dramatisch ändern – hin zu einer vernetzten Erlebniswelt aus linearen TV-Inhalten, Video, Communities, Internet und User (Gene)rated Content.

2010 hat sich der TV-Markt bereits enorm gewandelt, vor allem durch neue Nutzungsformate: Mediatheken wie "Maxdome" von ProSiebenSat1, "RTL now" oder der iPlayer von BBC machen internationalen Premium-Inhalt weltweit verfügbar. Diese Plattformen weisen den Weg hin zum Geschäftsmodell der Zukunft: dem Sender als "Content-Kaufhaus". Auch ARD oder ZDF gehen mit Mediatheken auf Basis des neuen Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) in diese Richtung. Mit dem interaktiven Standard können Web- und TV-Inhalte parallel auf einer Plattform genutzt werden. Lineare und nicht-lineare Inhalte vermischen sich zusehends.

Bis 2020 werden sich die Machtverhältnisse weiter verschieben. Globale OTTs werden selbstverständliche Spieler in der TV-Branche sein. Dazu zählen Networks wie Facebook oder Google+ und Portale wie Apple TV/iTunes, YouTube, Netflix oder Hulu. Sie konkurrieren mit traditionellen Sendern, die sich vor allem auf lokale Inhalte, Stars und Events stützen, mit einstigen Netzbetreibern wie der Deutschen Telekom oder Kabel Deutschland und mit Bezahlsendern.

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