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Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland

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Digitale Medizintechnik verbessert Patientenversorgung und schafft 15 Mrd. € Umsatz bis 2028

Die deutsche Gesundheitswirtschaft muss digitaler werden, um die Chancen für eine verbesserte Patientenversorgung und mehr Effizienz in Krankenhäusern und Unternehmen im Gesundheitswesen nutzen zu können. Vor allem die Medizintechnikbranche kann hiervon profitieren. Denn mit neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen können in den nächsten zehn Jahren Umsätze von bis zu 15 Mrd. EUR erzielt werden und etwa 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, vorwiegend im High-Tech Bereich mit Fokus auf Informatiker, Data Scientists und Ingenieuren. Aber auch auf der Kostenseite sind in der Medizintechnik bis 2028 Einsparungen von bis zu 4 Mrd. EUR möglich. Allerdings müssen jetzt – vor allem durch die Politik - die richtigen Voraussetzungen für eine E-Health Strategie geschaffen werden. Nur so können Patienten schneller und besser versorgt werden und Medizintechnikunternehmen wettbewerbsfähig bleiben.

Digitalisierung in der Medizintechnik ermöglicht bessere Patientenversorgung.
Digitalisierung in der Medizintechnik ermöglicht bessere Patientenversorgung.

Digitalisierung verbessert Gesundheitsversorgung

Das größte Potenzial liegt nach Ansicht der Befragten im Bereich Forschung und Entwicklung, denn mit innovativen Technologien können die Entwicklungszeiten neuer Produkte erheblich verkürzt und somit die Produktivität erhöht werden. Hiervon profitieren auch die Patienten, etwa durch neue Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten, einen effizienteren Einsatz von Ärzten und somit einer Verbesserung der Versorgungsqualität.

"Die Digitalisierung in der Medizintechnik bietet große Chancen. Denn dank innovativer Technologien lassen sich die Entwicklungszeiten neuer Produkte erheblich verkürzen und Kosten senken. Dadurch steigt die Produktivität der Unternehmen."
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Integrierte Digital Health-Strategie nötig

Allerdings kommt die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen nur schleppend voran. Führend sind derzeit die Niederlande, Dänemark und Schweden. Problematisch sind vor allem die sektorale Trennung und die damit verbundene schlechte Vernetzung von Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen. 68 Prozent der Befragten attestieren der Gesundheitswirtschaft daher einen geringen digitalen Reifegrad. Auch mit Blick auf die Investitionen der öffentlichen Hand besteht dringender Verbesserungsbedarf. Denn bislang fließen zwar hohe Investitionen in digitale medizinische Projekte, allerdings kommen sie oft nicht an den richtigen Stellen an. Nahezu alle befragten Unternehmen wünschen sich deshalb mehr Unterstützung durch die Politik und klare Rahmenbedingungen für eine integrierte Digital Health-Strategie.

Die Gesundheitsexperten von Roland Berger geben in ihrer Studie zehn Handlungsempfehlungen für eine wettbewerbsfähige digitale Gesundheitswirtschaft. Dazu gehören u.a. eine nationale E-Health-Strategie, eine Priorisierung der Digitalisierung in den Medizintechnikunternehmen sowie die Entwicklung eines umfangreichen Infrastrukturprogramms, das Breitbandinfrastruktur, IT-Sicherheit von medizinischen Einrichtungen und die IT-Infrastruktur in Krankenhäusern und im ambulanten Bereich unterstützt.

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Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland

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Die Studie zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland beleuchtet die aktuelle Situation sowie zukünftige Potenziale für ein digitales Gesundheitswesen und gibt Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie. Hierfür wurden mehr als 200 Medizintechnikunternehmen befragt sowie zahlreiche Experteninterviews mit Unternehmen, Politik, Kliniken, Krankenkassen und Start-ups geführt.

Veröffentlicht November 2018. Vorhanden in
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