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Restrukturierungsstudie 2018

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11. Oktober 2018

Zahl der Restrukturierungsfälle steigt – Autobranche besonders betroffen

"Digitalisierung und disruptive technologische Innovationen sind DIE Herausforderung für Unternehmen, ihre Strategien und Geschäftsmodelle. Mit nachlassendem konjunkturellem Schub wird der Restrukturierungsdruck zunehmen."
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Immer mehr Unternehmen sind mit disruptiven Trends konfrontiert; neue Technologien und Mitbewerber stellen ihre Geschäftsmodelle infrage. Deshalb wird die Zahl der Restrukturierungsfälle in den kommenden Jahren steigen. Allen voran betroffen ist die Automobilindustrie. Denn neue Mobilitäts- und Antriebskonzepte erfordern andere Strategien und Geschäftsmodelle. Dazu kommt nach wie vor die Digitalisierung, die Unternehmen quer durch alle Branchen betrifft. Das zeigt die neue "Restrukturierungsstudie 2018", für die Roland Berger Experten und Spezialisten aus dem Bankwesen, der Sanierungsberatung und der Insolvenzverwaltung im deutschsprachigen Raum befragt hat.

Im Zentrum der seit 17 Jahren regelmäßig durchgeführten Umfrage stehen die zukünftige Konjunkturentwicklung, deren Auswirkungen auf die einzelnen Branchen, Risiko- und Unsicherheitsfaktoren, die Lage im Restrukturierungsumfeld, Trends usw. Bei der Umfrage 2018 war zudem erneut der Markt für den Handel mit notleidenden Krediten (NPL – non performing loans) Thema.

60 Prozent der Studienteilnehmer rechnen inzwischen damit, dass die Zahl der Restrukturierungsfälle steigen wird – im Vorjahr dachten das nur 36 Prozent. Den größten Anpassungsbedarf sehen die Experten dabei in der Autoindustrie – die Branche hat den Handel von Platz 1 der Restrukturierungskandidaten verdrängt. Denn Themen wie neue Mobilitäts- und Antriebskonzepte, aber auch der Fachkräftemangel zwingen die Unternehmen zu geänderten Strategien und Geschäftsmodellen, wollen sie gegen neue Marktteilnehmer bestehen.

Als zentrale Herausforderung für Unternehmen aller Branchen und auch für die Restrukturierungsexperten selbst sehen die Befragten die Digitalisierung sowie disruptive technologische Innovationen. Deshalb fordern auch fast 80 Prozent von ihnen, dass Restrukturierungskonzepte sich zwingend mit diesen Trends auseinandersetzen und neue Geschäftsmodelle sie berücksichtigen müssen. Aber auch die Restrukturierungsprozesse selbst sollten digitalisiert werden, sagen 65 Prozent der Studienteilnehmer.

Beim Thema NPL-Transaktionen ist die Erwartung der befragten Experten eindeutig: Mehr als zwei Drittel von ihnen erwarten mit nachlassendem Wirtschaftswachstum eine Wiederbelebung des Markts und eine deutliche Zunahme der NPL-Trade-Zahlen. Vor allem die Bankenregulierung verleiht hier neuen Schub.

Details zu diesen und weiteren Ergebnissen finden Sie in der Roland Berger Restrukturierungsstudie 2018.

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Studie

Restrukturierungsstudie 2018

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Für seine Restrukturierungsstudie befragt Roland Berger seit mehr als 17 Jahren regelmäßig Experten und Spezialisten aus dem Bankwesen, der Sanierungsberatung und der Insolvenzverwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit entsteht ein umfassendes Bild der aktuellen Lage in Bezug auf Konjunkturentwicklung, Risiko- und Unsicherheitsfaktoren für einzelne Branchen, das Restrukturierungsumfeld, Trends usw.

Veröffentlicht Oktober 2018. Vorhanden in
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