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Flughäfen unter Druck – bessere Bewirtschaftung von Sachanlagen senkt Kosten und steigert Umsätze (CH)

Flughäfen unter Druck – bessere Bewirtschaftung von Sachanlagen senkt Kosten und steigert Umsätze (CH)

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In den Sachanlagen von Flughäfen schlummert erhebliches Spar- und Wachstumspotenzial, das Betreibern helfen kann, im hart umkämpfen Marktumfeld erfolgreich zu bleiben. So könnten Flughafenbetreiber ihren Umsatz im Verhältnis zum Vermögen, das in Gebäuden, Verkehrsflächen und anderen Anlagen gebunden ist, um den Faktor 3 steigern, wenn sie diese Assets effizient bewirtschaften. Doch bisher lassen viele Flughäfen dieses Potenzial ungenutzt, zeigt eine Analyse von Roland Berger, für die die Experten 15 Flughäfen im deutschsprachigen Raum untersucht haben.

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Studie

Flughäfen im harten Wettbewerb

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Wie Flughäfen durch eine effiziente Nutzung ihrer Sachanlagen wettbewerbsfähiger werden können.

vorhanden in

Zürich, 06. Februar 2018

"Unsere Analyse ergibt, dass viele Flughäfen Verbesserungspotenzial bei ihrer Asset-Bewirtschaftung haben, also ihre Sachanlagen nicht optimal als Umsatzbringer nutzen", erklärt Ralph Büchele, Partner von Roland Berger. "Unter den betrachteten Flughäfen kommen solche mit einer niedrigen Asset-Effizienz nur auf 10 bis 30 Cent Umsatz pro Euro Sachanlagevermögen; dagegen erreichen andere Betreiber 50 bis 60 Cent. Das zeigt, wie gross das Potenzial ist."

Die 15 in der Studie analysierten Flughäfen in der DACH-Region bewirtschaften insgesamt ein Sachanlagevermögen von über 23 Milliarden Euro. Das Einspar- und Wachstumspotenzial ist daher erheblich. "Dieses zu heben, ist gerade jetzt wichtig", sagt Martin Streichfuss, Partner von Roland Berger. Denn: "Viele Flughafenbetreiber stehen vor grossen Herausforderungen: Start- und Landegebühren sind durch den Trend zu Billigfliegern unter Druck, Flughafendrehkreuze bekommen zunehmend Konkurrenz aus dem Ausland, staatliche Beihilfen gibt es nur noch begrenzt, Sicherheits- und Umweltauflagen werden strenger und Ausbauvorhaben verzögern sich oft lange."

Position Schweiz

Matthias Hanke, Senior Partner bei Roland Berger in Zürich, vermutet eine ähnlich starke Bandbreite der Asset Effizienz zwischen den einzelnen Flughäfen in der Schweiz. "Die Analyse der Gründe für mögliche unterdurchschnittliche Performance in der Asset Effizienz kann aber je nach Airport-Typ zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen. Hier müssen zwingend individuelle Lösungen erarbeiten werden, die massgeschneidert auf den jeweiligen Flughafen passen", fügt Hanke hinzu.

Die Analyse von Roland Berger zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie Flughafenbetreiber ihre Sachanlagen effizienter einsetzen können. So lässt sich etwa durch eine ganzheitliche Sachanlagen-Strategie sowohl die Zahl der Passagiere mit selbst organisierten Umsteigeverbindungen ("Self-Hubbing") vervierfachen als auch der Anteil der Non-Aviation Umsätze auf über 60 Prozent steigern. Durch Energie-Audits, Mitarbeiterschulungen und intelligente Steuerung der Gebäudetechnik können bis zu 15 Prozent Energie eingespart werden, während Joint Ventures mit strategischen Partnern beim Terminalbau 40 Prozent und mehr Kostenersparnis ermöglichen.

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