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Neue Roland Berger-Studie «Success in private banking: Scale or niche?» – Resultate und Trends aus der letztjährigen Studie für Schweizer und Liechtensteiner Privatbanken bestätigt.

Neue Roland Berger-Studie «Success in private banking: Scale or niche?» – Resultate und Trends aus der letztjährigen Studie für Schweizer und Liechtensteiner Privatbanken bestätigt.

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  • Klare Entwicklungstendenz in Richtung der Pole: Grosse Privatbanken/Universalbanken und sehr kleine Privatbanken auf Erfolgskurs. Mittelgrosse Privatbanken befinden sich weiter im Negativtrend, mit grossen Herausforderungen für die Zukunft.
  • Die Kundenvermögen sind in 2016 gewachsen, primär aufgrund der allgemein positiven Marktentwicklung. Gerade sehr kleine Privatbanken glänzen mit überdurchschnittlicher Anlage Performance.
  • Jedoch ist der Nettoneugeldzufluss im Schweizer Private Banking auf einem 'all time low' mit 32 Mrd. CHF, ein Einbruch von über 60% gegenüber dem Vorjahr.
  • Die durchschnittliche Bruttomarge schrumpft weiter – nur sehr kleine Privatbanken waren fähig ihre bereits sehr gute Bruttomarge weiter zu steigern.
  • Ohne aktive Gestaltungsmassnahmen ist der zukünftige Erfolg für jeden Marktteilnehmer in Frage gestellt.

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Studie

Success in private banking: scale or niche?

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Our 2017 update analysis on the Swiss & Liechtenstein private banking industry

vorhanden in

Zürich, 06. Juli 2017

Die Zeiten ändern sich. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise zeichnete sich das Schweizer und Liechtensteiner Privatbanken-Universum durch überschaubare Regulierung und fast garantiertes jährliches Wachstum auf hohem Profitabilitätsniveau aus. Doch seit rund zehn Jahren stehen die Zeichen auf Veränderung. Die aktuelle Roland Berger-Studie «Success in private banking – Scale or niche?» beleuchtet, basierend auf einer umfassenden quantitativen Analyse der knapp 60 grössten Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein, einerseits aktuelle Entwicklungen der letzten 12 Monate sowie im 6-Jahres-Zeitraum von 2011 bis 2016.

Keine Erleichterung im Schweizer Privatbanken Markt

«Trotz der positiven Entwicklung der Märkte im vergangenen Jahr sind die Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein nicht markant gewachsen. Gerade beim Thema Nettoneugeld zeigt sich eine Verstärkung des negativen Trends, der sich in den Vorjahren bereits abgezeichnet hat», sagt Robert Buess, Partner und Private Banking-Spezialist bei Roland Berger in Zürich. Das rund sechsprozentige Wachstum der Assets under Management (AuM) im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf die positive Entwicklung der Märkte zurückzuführen und weniger auf die Nettoneugeld-Performance der Banken, welche sich mit rund 32 Mrd. CHF auf einem Allzeittief befindet und 60% unter dem letztjährigen Nettoneugeldzufluss liegt. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass es den Schweizer Privatbanken über die letzten Jahre doch gelungen ist, den Asset-Abfluss aus dem steuerlichen Regularisierungsprozess zu kompensieren.

Entwicklung in Richtung "Zweiklassengesellschaft" bestätigt

Die klaren Gewinner sind die grossen Privatbanken (AuM > 100 Mrd. CHF) sowie viele der kleinen und kleinsten Privatbanken (AuM < 25 Mrd. CHF bzw. < AuM 10 Mrd. CHF). So hatten sehr kleine Privatbanken im Durchschnitt eine Bruttomarge, die 22 Basispunkte über dem Gesamtdurchschnitt des Samples liegt. Die beiden Schweizer Grossbanken konnten demgegenüber mehr als 42 Mrd. CHF Nettoneugeld akquirieren. Zeitgleich war die Gruppe der Universalbanken die einzige, welche den operativen Ertrag im Vergleich zum Vorjahr erhöhen konnte. Dieser Trend hat sich auch in diesem Jahr weiter verstärkt. Die erfolgreichsten Banken befinden sich an den Polen – Universalbanken/grosse Privatbanken und sehr kleine Privatbanken –, was sich auch in Kennzahlen wie dem Nettoneugeld-Wachstum sowie der Profitabilität zeigt. «Das Problem mittelgrosser Privatbanken des "stuck in the middle" hat sich sogar noch verstärkt – auch wenn es weiterhin Ausnahmen gibt», sagt Buess.

Kurzfristige Volatilität – langfristige Stabilität bei immer grösseren Anstrengungen

«Interessanterweise haben es die Privatbanken insgesamt über die letzten sechs Jahre geschafft, ihren Gewinn auf stabilem Niveau zu halten, allerdings werden die Anstrengungen, die dafür unternommen werden müssen, immer grösser», erläutert Sven Kuonen, Private Banking-Experte bei Roland Berger. «Zudem zeigt sich, dass Bewegungen aus Positionen der Schwäche in Erfolgspositionen sehr schwierig sind, aber doch möglich, wie an einigen Beispielen erkennbar ist. Ohne laufende Verbesserungen und Anstrengungen, ist eine Position als Winner auch heute nicht lange haltbar», fügt Kuonen an.

Drei erfolgsversprechende Strategien für den zukünftigen Erfolg

Ohne aktive, bewusste Neugestaltung des Geschäfts- und Operating-Models ist zukünftiger Erfolg nur schwer möglich. Gemäss der Roland Berger-Studie ergeben sich für Privatbanken drei strategische Stossrichtungen, welche hohes Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft haben: Erstens «Selektives Wachstum und Konsolidierung auf hohem Niveau», zweitens «Fokussierung und Rentabilisierung» und drittens «Volle Kraft voraus – mit starkem globalem Wachstum». Die Beschreitung des dritten Weges ist auf jeden Fall – abhängig von der Ausgangslage der Bank – der anspruchsvollste Weg, da er mit vielen Gefahren verbunden ist. «Die Analyse zeigt den deutlich höheren Erfolg von Positionierungen an den Polen – entweder als Nischenplayer oder aber durch Erzielung "wahrer Skaleneffekte", das heisst gezielte Ausschöpfung von Grösseneffekten in den wichtigsten Kernmärkten», erklärt Robert Buess.

Einmaliges Universum der Schweizer Privatbanken

Keine anderen Länder der Welt verfügen über eine derart hohe Anzahl von Privatbanken wie die Schweiz und Liechtenstein. Gleichzeitig ist die Branche sehr heterogen und – zunehmend – hoch konzentriert. Über 80, zum Teil renommierte Namen, sind allein in den letzten zehn Jahren vom Markt verschwunden. Laut den Roland Berger-Experten wird sich dieser Konzentrationsprozess auch in den nächsten Jahren fortsetzen allerdings in etwas anderer Form als in den letzten Jahren. Insgesamt beschäftigt die Branche rund 10% weniger Mitarbeiter als vor sechs Jahren. Fast alle Banken haben ihre Gesamtkosten reduziert – dies allerdings primär bei den Sachkosten.

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