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Index Elektromobilität 2021: E-Autos in Europa trotz Corona-Pandemie stark nachgefragt – Chance für die spezialisierten Zulieferer in der Schweiz

Index Elektromobilität 2021: E-Autos in Europa trotz Corona-Pandemie stark nachgefragt – Chance für die spezialisierten Zulieferer in der Schweiz

  • Während die Gesamtverkäufe der Autoindustrie wegen der Corona-Pandemie sinken, befindet sich die Elektromobilität global im Aufwind
  • Deutschland klettert im Gesamtranking um einen Platz auf Rang 2
  • Auch in den beiden anderen europäischen Märkten – Frankreich und Italien – die in der Studie berücksichtigt wurden, erhielt die Elektromobilität im vergangenen Jahr einen enormen Schub.
  • China führend bei Batterieproduktion und im Gesamtranking
  • Spezialisierte Schweizer Zulieferer werden von diesem Trend nachhaltig profitieren

Zürich, 30. März 2021

E-Autos in Europa trotz Corona-Pandemie stark nachgefragt. Deutschland hat sich im Vergleich der sieben grossen Automobilnationen im Bereich Elektromobilität um einen Rang verbessert und liegt nun auf Platz 2 hinter China. In der Kategorie Markt klettert Deutschland von Rang 5 auf den Spitzenplatz. Verantwortlich hierfür ist ein Anstieg der Verkaufszahlen von E-Autos um über 250 Prozent. Auch in den beiden anderen in der Studie berücksichtigten europäischen Märkten – Frankreich und Italien – erhielt die Elektromobilität im vergangenen Jahr einen enormen Schub. So wurden in Frankreich 194.000 (2019: 69.000) Elektrofahrzeuge und in Italien 61.000 (2019: 18.000) E-Autos zugelassen.

Spezialisierte Schweizer Zulieferer profitieren

"Auch die Schweiz profitiert von diesem Trend. Spezialisierte Zulieferer in den Bereichen Connectivity, thermische Isolation, Akustik und Ladesysteme werden von dieser Entwicklung nachhaltig profitieren", sagt Sven Siepen, Senior Partner und Automotive-Experte von Roland Berger in Zürich.

Zu diesen Ergebnissen kommt der “Index Elektromobilität”. Der von der Unternehmensberatung Roland Berger und der fka GmbH Aachen gemeinsam entwickelte Ländervergleich für China, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Südkorea und den USA untersucht die drei zentralen Bewertungsbereiche Markt, Industrie und Technologie. „Der Trend zur Elektromobilität hat in den letzten Monaten noch einmal deutlich Fahrt aufgenommen. Während die Gesamtverkäufe der Autoindustrie wegen der Corona-Pandemie sinken, befindet sich die Elektromobilität global im Aufwind", sagt Wolfgang Bernhart, Partner bei Roland Berger. "Die Dynamik wird weiter hoch bleiben, weil die Industrie erkannt hat, dass sie sich anpassen und ihre Transformation beschleunigen muss. Alleine in 2021 und 2022 sollen über 20 neue E-Modelle von deutschen Herstellern auf den Markt kommen.“

Positiver Trend in Europa: Jedes achte Fahrzeug in Deutschland ist ein Stromer

Deutschland belegt im Bereich Markt vor Frankreich und China den ersten Platz. Fast 400.000 Elektroautos wurden im vergangenen Jahr neu zugelassen. Das bedeutet ein Plus von über 250 Prozent. 2019 lag dieser Wert noch bei 112.000. Gemessen an verkauften Stückzahlen ist Deutschland damit hinter China nun der zweitgrösste Markt für E-Autos weltweit. Der Anteil der Elektrofahrzeuge in Deutschland am Gesamtmarkt stieg auf 12,6 Prozent, wobei die staatliche Förderung in Form von Kaufprämien den positiven Trend unterstützte. In Frankreich, wo der Elektroauto-Anteil bei 9,5 Prozent liegt sowie in Italien und Südkorea gingen die Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen ebenfalls deutlich nach oben. Demgegenüber verzeichneten die USA und China nur moderate Zuwächse. „Der positive Trend in Europa, auch begünstigt durch die staatlichen Zuschüsse, deutet darauf hin, dass die Lücke zu China langfristig gesehen verringert werden kann“, sagt Alexander Busse, Senior Consultant bei der fka GmbH Aachen.

China weiterhin dominant bei Produktionsvolumina

Mit Blick auf die gefertigten Stückzahlen dominiert China weiterhin sowohl bei E-Autos als auch bei Batteriezellen. Die Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden wird im Zeitraum von 2018 bis 2023 nach Prognose der Studienautoren um 13 Prozent gegenüber der Vorperiode steigen. Auch im Bereich Batterien intensiviert das Reich der Mitte die Produktionsaktivitäten: Bis 2023 dürfte es mehr als 70 Prozent der global nachgefragten Volumen liefern.

Deutschland verbessert sich im Industrie-Teilranking um eine Position auf Platz 3, insbesondere weil die deutschen Hersteller die zweitgrösste Anzahl an Elektroautos fertigen. Die deutschen Produktionskapazitäten für Batteriezellen sind jedoch vergleichsweise gering. „Deutschland ist auf einem guten Weg. Doch der Rückstand bei der Zellproduktion kann nur durch hohe Investitionen und kontinuierliche Optimierungen der Technologie, wie der Zellchemie, verringert werden“, so Wolfgang Bernhart.

Deutschland punktet mit Modelloffensive

Im Technologie-Bereich zeigt sich in der Elektromobilität ein deutlicher Wandel: Die staatliche Unterstützung für Forschung und Entwicklung verliert in allen Märkten an Bedeutung, stattdessen konzentrieren sich die Subventionen auf Kaufanreize für Elektrofahrzeuge und die nötige Infrastruktur. Entsprechend bewertet der Elektromobilitätsindex ab dieser Erhebung in der Kategorie Technologie ausschliesslich die Fahrzeugleistung.

Deutschland fällt aufgrund der neuen Bewertungskriterien vom ersten auf den dritten Platz zurück. Im Detail betrachtet hat sich die Fahrzeugtechnologie im Vergleich zur Vorerhebung jedoch verbessert, da Effizienz und Ladeleistung von Elektroautos deutlich gesteigert wurden. Des Weiteren konzentrieren sich deutsche Hersteller zunehmend auf die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge. 2021 und 2022 wollen Deutschland und die USA jeweils über 20 neue E-Modelle auf den Markt bringen. „Die Verbraucher haben nun die Auswahl. Sie profitieren von einer immer grösser werdenden Vielfalt an E-Autos über alle Fahrzeugklassen hinweg“, so Alexander Busse, Co-Autor der Studie.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen: https://www.rolandberger.com/de/Insights/Publications/Elektromobilit%C3%A4t-boomt-trotz-Pandemie.html

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