Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Unternehmen und Organisationen müssen dringend ihre Umweltbilanz verbessern. Wir helfen ihnen dabei, nachhaltiger zu werden und konkurrenzfähig zu bleiben.

"Die Bekämpfung des Klimawandels ist für Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen von größter Bedeutung. Auf der COP26 in Glasgow haben wir über konkrete Maßnahmen gesprochen, die auch umsetzbar sind – nicht erst morgen, sondern heute."
Portrait of Stefan Schaible
Senior Partner, Global Managing Partner
Frankfurt Office, Zentraleuropa

Seit dem historischen Meilenstein durch das Pariser Klimaabkommen im Jahr 2015 wollen immer mehr Länder, Unternehmen und Verbraucher aktiv werden, um gegen den Klimawandel vorzugehen. Europa, Asien und Amerika bringen konkrete Maßnahmen für CO2-Bepreisung und Emissionshandel auf den Weg. Zugleich wurde von Island bis Indien, Slowenien bis Südkorea das Ende des Verbrennungsmotors eingeläutet.

Auch die 26. UN-Klimakonferenz (COP26), die im November 2021 im schottischen Glasgow stattgefunden hat, dürfte der Umsetzung des wachsenden Problembewusstseins in praktische Politik weiteren Vorschub leisten. Dies ist wichtig, denn noch lässt sich die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C begrenzen.

Als Vordenker und Berater für Nachhaltigkeitsthemen und vor dem Hintergrund unseres eigenen Nullemissionsziels engagieren wir uns aktiv gegen den Klimawandel und unterstützten das 12th Sustainable Innovation Forum (SIF) als Wissenspartner bei der COP26 in Glasgow. Roland Berger setzt sich mit Nachdruck für einen globalen Diskurs zu Lösungen ein, die den Klimawandel nicht erst in ferner Zukunft, sondern bereits heute wirksam bekämpfen.

Unsere Lösungen für Nachhaltigkeit

Der Roland Berger Climate Change Combat Radar analysiert bestehende Gesetze und Maßnahmen zum Klimaschutz. Er zeigt auf, wo die einzelnen Länder aktuell stehen und wie die nächsten Schritte aussehen könnten. Er erfasst außerdem die Bedeutung des Themas für die Bevölkerung, da diese oft direkten Einfluss auf Politik und Gesetzgebung hat. Der Radar ist somit ein vorwärtsgerichtetes Analyseinstrument, mit dem Entscheider erkennen und verstehen können, was die nahe Zukunft in einem bestimmten Land bereithält.

Das Roland Berger Carbon Footprint Model ermöglicht es politischen Entscheidungsträgern auf kommunaler und regionaler Ebene, schnelle und wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, indem es anhand des Postleitzahlensystems für jede Stadt oder jeden Bezirk in einem Land misst, inwieweit sich bereits angewendete Maßnahmen auf die CO2-Reduzierung auswirken.

Eines ist klar: Alle Maßnahmen für eine erfolgreiche Bekämpfung der Erderwärmung erfordern eine vollständige Abkehr vom Paradigma der fossilen Kraftstoffnutzung, das die Industrialisierung seit Mitte des 19. Jahrhunderts befeuert hat. Alle Schlüsselprozesse unseres Lebens und Wirtschaftens müssen "grün" werden – in der gewaltigsten Transformation, die die Industriegesellschaft in ihrer rund 200-jährigen Geschichte erfahren hat.

Der radikale Umbau der Industriegesellschaft wird zu einem enormen Anstieg des Energiebedarfs führen. Diese Energie muss aus klimaneutralen Quellen wie Sonne und Wind erzeugt werden. Europäische Union hat dies erkannt und will die installierte Leistung aus Offshore-Windenergie (OWE) bis 2050 auf 300 GW ausbauen, um diesen Sektor zu einer Kernkomponente des europäischen Energiesystems zu machen. Die Roland Berger-Publikation Innovation und Industrialisierung. Wie Europa die globale Marktführung im Offshore-Windenergiesektor behalten und seine Energieziele erreichen kann zeigt auf, wie die Branchenakteure handeln müssen, um Kapazitäten zu steigern und Kosten zu senken.

Aufgrund seiner Flexibilität als vielseitiger Energieträger wird klimafreundlicher Wasserstoff eine wichtige Säule der Energiewende sein. Ausführliche Informationen und unsere jüngsten Studien zu diesem Thema finden Sie auf unserer Website zum Potenzial von Wasserstoff . Die Roland Berger-Publikation The role of hydrogen as a fuel for power generation. The key to decarbonization and a successful energy transition legt überzeugend dar, wie Wasserstoff künftig für die Stromerzeugung eingesetzt werden kann. Unsere Studie Hydrogen transportation. The key to unlocking the clean hydrogen economy befasst sich auch mit einem weithin übersehenen, aber außerordentlich wichtigen Aspekt der sauberen Wasserstoffwirtschaft: dem künftigen Bedarf an groß angelegten Transportmöglichkeiten, um sauberen Wasserstoff von den Produktionsstätten zu den Verbrauchsstellen zu bringen.

Die Stahlproduktion ist für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung und gilt als einer der Sektoren, die sich am schwierigsten umstellen lassen. Die Roland Berger-Studie Green Deal for Steel – What will it take and who will pay? nimmt sich dieser Herausforderung an. In ihrer Analyse quantifizieren die Autoren die finanziellen Folgen einer vollständigen Transformation der Stahlindustrie sowohl für die Branche selbst als auch für die öffentliche Hand.

Der Transport- und Logistiksektor ist ein weiterer Bereich, dessen Dekarbonisierung für die grüne Transformation besonders wichtig ist. Der Transport auf der Straße – und hier insbesondere der Schwerlastverkehr – verursacht erhebliche Emissionen von Treibhausgasen; er ist verantwortlich für rund 5 Prozent des weltweiten und über ein Viertel des europäischen CO2-Ausstoßes. Der Roland Berger Transportation Decarbonizer analysiert die verschiedenen Dekarbonisierungsoptionen für diesen Schlüsselsektor und zeigt maßgeschneiderte, praxistaugliche Möglichkeiten auf, mit denen sich die Emissionen aus Transport und Logistik reduzieren lassen.

Es versteht sich von selbst, dass die notwendige Umstellung auf klimafreundliche Produktionsverfahren durch entsprechende Veränderungen im Konsumverhalten flankiert werden muss. Nur so kann der grüne Umbau der Industriegesellschaft in der Praxis gelingen. Tatsächlich sind Bestrebungen, mit denen zentrale Produktionsprozesse der verschiedenen Branchen durch erneuerbare Energieträger dekarbonisiert werden sollen, nur eine Seite der Nachhaltigkeitsmedaille: Die andere – nicht weniger wichtige – Seite ist die Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die bei Technologie, Gesetzgebung und Konsumverhalten mittlerweile zu beobachten ist. In Nachhaltigkeit und die sich entwickelnde Kreislaufwirtschaft erläutern wir, wie Unternehmen von diesen Veränderungen profitieren können, indem sie ihre Geschäftsmodelle überdenken und dabei beim Produktdesign, bei der Beschaffung und beim Verständnis des Verbraucherverhaltens ansetzen.

Ein neues Paradigma der Wettbewerbsfähigkeit

Alle genannten Publikationen, Instrumente und Lösungen gründen in einer gemeinsamen Idee, die wir als das "neue Paradigma der Wettbewerbsfähigkeit" bezeichnen. In diesem neuen Paradigma werden Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung nicht mehr als Bedrohung, sondern als Chancen für Unternehmen wahrgenommen, die die Herausforderung des Klimawandels beherzt angehen. Unsere Publikation Ein neues Paradigma der Wettbewerbsfähigkeit fordert Unternehmensleiter dazu auf, die Dekarbonisierung nicht länger als Gefahr für ihre Gewinne anzusehen, sondern als Investition in ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit. Wer jetzt bereit für den Wandel ist, sichert sich wertvolle Wettbewerbsvorteile, indem er CO2 als neue Klimawährung betrachtet.

Publikationen

Roland Berger veröffentlicht regelmäßig Studien zum Thema Nachhaltigkeit und den damit verbundenen Chancen für Unternehmen. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl unserer aktuellen Publikationen mit neuesten Forschungsergebnissen, Experteneinschätzungen und Zukunftsszenarien.

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