Climate Change Combat Radar

Climate Change Combat Radar

1. November 2021

Klimaschutz: Politische Maßnahmen und öffentliches Sentiment als Faktor für Unternehmen und ihre strategischen Entscheidungen

Der Kampf gegen den Klimawandel bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Einerseits ergreifen Regierungen überall auf der Welt Maßnahmen und erlassen Richtlinien und Gesetzesvorschriften zum Schutz des Klimas. Andererseits ändern auch Verbraucher ihr Kaufverhalten. Unternehmen, die es schaffen, schnell auf diese Veränderungen Ihrer Märkte zu reagieren, können ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern. Das Problem dabei: Dieser Wandel ist komplex und viele Entwicklungen sind schwer vorherzusagen.

Mit dem Roland Berger Climate Change Combat Radar erfahren Sie, wie politische Maßnahmen Ihr Unternehmen betreffen und wie Sie länderspezifische Unterschiede nutzen können, um gezielte und zukunftsorientierte Klimastrategien und -maßnahmen zu entwickeln.


Entdecken Sie den Climate Change Combat Radar von Roland Berger

Unsere interaktive Grafik bietet Ihnen für ausgewählte Länder einen Überblick über die aktuelle Situation, die ergriffenen Maßnahmen und die vorherrschende Einstellung in Bezug auf Klimawandel und -schutz. Wir haben den Climate Change Combat Radar entlang der drei Dimensionen „Attitude“, „Actions“ und „Status“ strukturiert, denen wiederum 31 Attribute zugrunde liegen. Jedes der Attribute haben wir für die ausgewählten Länder im Detail analysiert.

Wie lassen sich die Ergebnisse deuten?

Der Climate Change Combat Radar zeigt, dass sich die Werte in allen drei Dimensionen - Attitude, Action, Status – zwischen 2020 und 2021 verbessert haben. Allerdings sind die Gesamtergebnisse der betrachteten Länder immer noch niedrig: Der Durchschnitt liegt bei nur 2,2 auf einer Skala von 0 bis 5. An der Spitze der Rangliste steht Schweden mit einem Wert von 3,5.

Hier zeigt sich ein deutlicher Kontrast zur Wahrnehmung des Themas in der breiten Bevölkerung: In den meisten Regionen erkennen rund zwei Drittel der Menschen an, dass der Klimawandel eine Folge menschlichen Handelns ist. Und nicht nur das: 30 bis 50 Prozent der Menschen sehen den Klimawandel als drängendstes Umweltthema – in manchen Ländern sind es sogar noch deutlich mehr, zum Beispiel in Indien 71 Prozent.

Auch die Geschäftswelt reagiert darauf: So bekennen sich weltweit immer mehr Unternehmen zum Netto-Null-Ziel. Von 2019 auf 2020 verdreifachte sich die Zahl der Firmen, die eine entsprechende Verpflichtungserklärung abgegeben haben.

Die Bewertung der Regierungen in Bezug auf Klimaschutz und Selbstverpflichtungen zum Umweltschutz fällt im Allgemeinen schlechter aus: Unserer Einschätzung nach hat kein Land Maßnahmen erlassen, die mit dem Ziel vereinbar sind, die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, ganz zu schweigen vom 1,5 Grad-Ziel, das im Pariser Abkommen festgelegt wurde. Doch es ist klar, dass Staaten und Regierungen handeln müssen: Denn die gewachsene und weiter zunehmende Sensibilisierung für das Thema – sowohl auf der individuellen als auch der unternehmerischen Ebene – wird den Bedarf an konkreteren Klimaschutzverpflichtungen erhöhen. Dazu kommt der politische Druck von Aktivisten, Investoren und der breiten Bevölkerung, der weiterhin für eine erhebliche Dynamik sorgen dürfte.

Ausgelöst von aktuellen Ereignissen ist weltweit ein Vorstoß zur Bekämpfung des Klimawandels in Gang gekommen. Klimaaktivisten nutzen ihren wachsenden Einfluss und verstärken den Druck auf Regierungen und multinationale Unternehmen, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Die COVID-19-Pandemie hat drei Dinge deutlich gemacht: erstens, dass die Weltgemeinschaft gemeinsam Maßnahmen ergreifen muss, um globale Bedrohungen zu bekämpfen; zweitens, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, bis die Weltwirtschaft dekarbonisiert ist; und drittens, dass der Planet sehr schnell reagiert, wenn die menschengemachte Belastung verringert wird.


Ermutigende Zeichen am Horizont

Es gibt bereits Initiativen mit erheblichem Potenzial zur CO2-Reduzierung: Dazu gehören das Emissionshandelssystem der Europäischen Union oder die Bepreisung von Kohlenstoff in Teilen Kanadas und der Vereinigten Staaten. Im Februar 2021 hat auch China ein nationales Emissionshandelssystem eingeführt, zudem gibt es erste Schritte zu einem Emissionshandel in einigen südostasiatischen Ländern. In den USA werden Gesetzesänderungen diskutiert, die den Ausstoß von Kohlendioxid stark reduzieren würden. Die meisten europäischen Länder steigen schrittweise aus der Kohleverstromung aus. China gewährt hohe Subventionen für saubere Energie. Mehr und mehr Städte verweigern Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor die Einfahrt usw.

Unser Fazit ist hoffnungsvoll: Wenn alle Beteiligten – Unternehmen, Investoren, Banken, Versicherungen, die breite Öffentlichkeit und die Politik – ausreichend aktiv werden, ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 Grad noch möglich. Doch der Weg zu diesem Ziel wird sich unweigerlich verengen, wenn die Treibhausgasemissionen nicht rasch reduziert werden.

Es liegt auf der Hand, dass vor allem die Regierungen schnellstmöglich ernsthafte Klimainitiativen ergreifen müssen, um die schlimmsten Szenarien des Klimawandels abzuwenden. Sie werden neue politische Maßnahmen ergreifen und Gesetze erlassen, was erhebliche Folgen für Unternehmen haben kann. Deren Führungskräfte müssen diese Auswirkungen verstehen und antizipieren, denn sie sind der Schlüssel zu fundierten, vorausschauenden Entscheidungen.

Roland Berger hilft Ihnen, sich in einer Welt zurechtzufinden, in der der Kampf gegen den Klimawandel eine immer wichtigere Rolle spielt. Der Climate Change Combat Radar und unsere Experten bieten Ihnen detaillierte Informationen zu verschiedenen Ländern und Branchen. Diese Einblicke helfen Ihnen, künftige Chancen und Herausforderungen zu erkennen und sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Climate Change Combat Radar

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Der Climate Change Combat Radar misst 31 Indikatoren entlang der drei Dimensionen "Attitude" , "Actions" und "Status". Dieses Whitepaper zeigt auf, wie Entscheidungsträger vorausschauende Schlussfolgerungen für ihre eigenen Klimastrategien und -maßnahmen ableiten können.

Veröffentlicht November 2021. Vorhanden in
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