Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer schmerzhaften Konsolidierung. Unsere Studie analysiert die Treiber, die den Sektor neu gestalten und wie ein profitabler Kern bestehen kann.
Automobilindustrie – Mobility in Motion
Stillstand in der Automobilindustrie bedeutet Rückschritt. Sind Sie betroffen?
Neustart für den Automobilstandort Deutschland
Mittelstandsstudie Automotive 2026: Zwischen Anspruch und Realität
The AI-First organization
China speed
Die Automobilindustrie befindet sich in einer Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen. So sind in Deutschland bereits zahlreiche Arbeitsplätze verloren gegangen und weitere Anpassungen sind nicht zu vermeiden. Stagnierende Fahrzeugproduktion, Überkapazitäten und wachsender Wettbewerbsdruck prägen das Bild auf der einen Seite. Auf der anderen setzen chinesische Hersteller mit erheblichen Kosten- und Geschwindigkeitsvorteilen neue Maßstäbe und drängen mit ihren Produkten und Produktionsstätten immer stärker in neue Regionen vor. Gleichzeitig verändert künstliche Intelligenz grundlegend, wie Organisationen strukturiert und Prozesse gestaltet werden.
Wie gravierend die Lage ist, machen unsere Senior Partner Norbert Dreßler und Felix Mogge im Interview deutlich. Norbert Dreßler warnt, dass die strukturellen Anpassungen in der deutschen Automobilindustrie längst nicht abgeschlossen seien, weitere Arbeitsplatzverluste seien unvermeidlich. Felix Mogge blickt auf das globale Wettbewerbsumfeld: Europäische Zulieferer verfügen weiterhin über starke Kompetenzen, doch chinesische Wettbewerber setzen mit deutlich kürzeren Entwicklungszyklen und hoher Kostendisziplin neue Maßstäbe.
In der neuesten Ausgabe von Mobility in Motion, die wir gemeinsam mit der Automobilwoche zur IZB in Wolfsburg erstellt haben, beleuchten wir die strategischen Dimensionen, die diesen Wandel maßgeblich prägen.
• Europäische Produktionsnetzwerke müssen angesichts strukturell gesunkener Volumina neu ausgerichtet werden.
• Erfolgreiche Zulieferer zeigen auf, welche Wege dabei in der Praxis tragfähig sind.
• Mittelständische Unternehmen stehen vor der Frage, wie sie sich in einem engeren Kapitalmarkt Zugang zu Finanzierung sichern können.
• Der wachsende Wettbewerbsvorsprung chinesischer Hersteller bei Geschwindigkeit und Kosten setzt Europa und Deutschland im Besonderen unter Druck.
• Artificial Intelligence (AI) stellt die gesamte Organisationsstruktur von Unternehmen infrage.
Den Wandel in der Automobilindustrie vorantreiben
Die Automobilindustrie ist längst im Krisenmodus angekommen, jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn wer sich in diesem kompetitiven Marktumfeld durchsetzt, wird in Zukunft davon profitieren, während die, die stillstehen aus dem Markt verschwinden werden. In Europa werden Zulieferer in der Automobilindustrie dann erfolgreich sein, wenn sie Innovation und Effizienz ausbalancieren, ihr Portfolio vereinfachen und sich auf profitable Kernkompetenzen konzentrieren. Diversifizierung kann zusätzliche Chancen eröffnen, sollte jedoch auf bestehenden Stärken aufbauen und nicht von der Sanierung des Kerngeschäfts ablenken. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Produktionsnetzwerke an geringere Volumina anpassen, Überkapazitäten abbauen und ihre Finanzierung durch einen ausgewogenen Mix aus klassischen und alternativen Instrumenten sichern.
Weitere Wachstumschancen entstehen durch neue Technologien, die Lokalisierung chinesischer OEMs in Europa sowie Geschäftsfelder wie Software-Defined Vehicles, autonomes Fahren, Robotik oder Verteidigung. Westliche Zulieferer können von chinesischen Erfolgsfaktoren wie kürzeren Entwicklungszyklen, stärkerer funktionsübergreifender Zusammenarbeit und höherer Risikobereitschaft lernen. Künstliche Intelligenz bietet insbesondere in indirekten Funktionen, bei Angebotsprozessen, Simulationen, Qualitätskontrolle und vorausschauender Wartung erhebliche Effizienzpotenziale. Ihre erfolgreiche Einführung erfordert jedoch nicht nur technische Lösungen, sondern auch neue Organisationsstrukturen, klare Verantwortlichkeiten, geeignete Governance und die Qualifizierung der Mitarbeitenden.
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