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Private Equity Ausblick 2021: Experten erwarten kräftigen Anstieg von M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligungen – auch in der Schweiz

Private Equity Ausblick 2021: Experten erwarten kräftigen Anstieg von M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligungen – auch in der Schweiz

  • PE-Markt in Deutschland dürfte um ca. 5 Prozent wachsen, gefolgt von Skandinavien und den Benelux-Staaten
  • Auch im Schweizer PE-Markt sind die Erwartungen an das Wachstum von M&A-Transaktionen mit 2.4% hoch
  • Technologie, Software, Pharma & Gesundheit sind die attraktivsten Branchen
  • Familienunternehmen bleiben die beliebtesten Zielobjekte

Zürich, 22. April 2021

Die Private-Equity-Branche blickt optimistisch auf das Jahr 2021: Die grosse Mehrheit der Fachleute (82 Prozent) erwartet einen Anstieg der M&A-Transaktionen mit Beteiligung von Private Equity (PE) im Vergleich zum Vorjahr. 37 Prozent schätzen, dass sich die Steigerungsrate sogar im zweistelligen Bereich bewegen wird. Das zeigt der neue „European Private Equity Outlook 2021“, für den Roland Berger europaweit rund 2.500 PE-Experten befragt hat.

„Die Zuversicht in der PE-Branche, trotz der anhaltenden Corona-Pandemie, zeigt ihre Resilienz gegenüber Konjunkturveränderungen“, sagt Christof Huth, Partner bei Roland Berger. „Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage herrscht bei den PE-Experten Optimismus vor – 85 Prozent erwarten eine positive ökonomische Entwicklung für 2021. Knapp drei Viertel unserer Befragten gehen dabei von einer U- oder W-förmigen Erholung der Wirtschaft aus."

Starke Unterschiede zwischen europäischen Ländern

Getrieben von der wirtschaftlichen Entwicklung dürfte der europäische PE-Markt in diesem Jahr wieder wachsen – angeführt von Deutschland mit einem prognostizierten Plus von rund 5 Prozent gegenüber 2020. Dahinter folgen Skandinavien und die Benelux-Staaten: In diesen Ländern wird eine Steigerung der M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung um jeweils etwa 3 Prozent erwartet.

Erwartungen an Schweizer PE-Markt sind hoch

"Auch im Schweizer PE-Markt sind die Erwartungen an das Wachstum von M&A-Transaktionen mit 2.4% hoch. Insbesondere bei den KMU's und im erweiterten Industrieumfeld sehen wir viele laufende oder anstehende Prozesse", sagt Ralph Mair, Private Equity-Experte von Roland Berger in Zürich.

Hinsichtlich der Entwicklung in Grossbritannien sind die PE-Experten pessimistischer. Für den Inselstaat wird nur ein Wachstum von einem Prozent veranschlagt.

Technologie und Gesundheit bleiben die attraktivsten Branchen

Bei der Frage nach den attraktivsten Zielbranchen für Private Equity zeigt sich in der Studie ein konstantes Bild: Technologie, Medien & Software (89 Prozent), Pharma & Gesundheit (83 Prozent) sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen & Logistik (71 Prozent) sind demnach weiterhin die beliebtesten Branchen für M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung. „Technologie und Gesundheit bleiben aufgrund ihres Wachstumscharakters und ihrer Widerstandsfähigkeit, die sie auch während der Corona-Krise unter Beweis gestellt haben, sehr spannende Branchen für Private Equity Investoren“, so Thorsten Groth, Principal bei Roland Berger.

In der Schweiz ist speziell die Gesundheit ein attraktives Feld, ergänzt mit unter anderem dem erweiterten Industrieumfeld, z.B. den Maschinenbauunternehmen mit ihrer starken technologischen Kompetenz", fügt Mair an.

Rund zwei Drittel der Experten (65 Prozent) sehen für die PE-Branche 2021 grössere Marktchancen mit attraktiveren Zielunternehmen als im Vorjahr. Dabei bleiben Mehrheitsbeteiligungen in Familienunternehmen am interessantesten – das gaben 52 Prozent der Befragten an. Hinsichtlich der erwarteten Transaktionsvolumina werden vor allem im kleineren und mittleren Marktsegment bis 250 Millionen Euro zunehmende PE-Aktivitäten erwartet.

Fokus auf Prolongation bestehender Fonds und Fundraising

Die PE-Branche will den Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Prolongation bestehender Fonds und das Fundraising legen. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt dabei nicht an eine Verschärfung des Wettbewerbs beim Fundraising. Bezüglich der Haltedauer ihrer Portfoliounternehmen, gehen neun von zehn PE-Profis davon aus, dass sich diese aufgrund der Corona-Pandemie verlängern wird.

„Im Portfoliomanagement sind die wichtigsten Wertsteigerungshebel für 2021 die weitere Digitalisierung, Investitionen in Industrie-4.0-Anwendungen sowie Add-on-Akquisitionen", sagt Christof Huth. „Bei den Exit-Optionen dürften Secondary-Buyouts vorherrschend bleiben.“

Hinsichtlich der Unternehmensbewertungen gehen 82 Prozent der PE-Experten von hohen bis zu hohen Bewertungen aus. Grösstenteils herrscht zudem die Annahme vor, dass die Bewertungs-Multiples 2021 auf hohem Niveau stabil bleiben oder sogar leicht steigen werden.

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