Während der Zugang zu Kapitalmärkten immer einfacher wird, bleibt das Finanzwissen vieler deutscher Sparer begrenzt. Wie müssen Banken Kundenansprache und Anlageberatung weiterentwickeln?
Digital 3.0: Warum Banken jetzt handeln müssen
Eine Roland Berger-Studie zeigt: 80% der Banken nennen Legacy-Systeme als größte Hürde
Über 90% der Banken im DACH-Raum wollen ihre digitale Reife in den nächsten drei Jahren deutlich steigern. Doch veraltete Kernsysteme, fragmentierte Datenlandschaften und unklare KI-Strategien bremsen viele aus. Unsere neue Studie „Digital 3.0" zeigt auf Basis von Interviews mit führenden Finanzinstituten, welche zehn Handlungsfelder über Erfolg oder Misserfolg entscheiden – und warum schnelles Handeln jetzt entscheidend ist.
Die digitale Zeitenwende im Banking
Die Finanzbranche steht an einem Wendepunkt. Während drei Viertel der Entscheider Effizienz und Kostensenkung als wichtigste Digitalisierungstreiber nennen, kämpfen viele Institute gleichzeitig mit den Altlasten ihrer IT-Infrastruktur. Mehr als 80% der befragten Banken identifizieren Legacy-Systeme als größtes Transformationshindernis – ein Befund, der die gesamte Branche vor eine Bewährungsprobe stellt.
Unsere aktuelle Studie „Digital 3.0" basiert auf strukturierten Interviews mit Vorständen, CIOs und Entscheidern aus Banken und Finanzinstituten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild: Die digitale Reife ist stark heterogen, die Ambition jedoch durchweg hoch.
Vier Cluster, ein Ziel – aber unterschiedliche Startpositionen
Wir haben die teilnehmenden Banken anhand ihrer aktuellen digitalen Reife und ihrer Ambition für die nächsten drei Jahre in vier Cluster eingeteilt:
- Digital Leaders (39%): Hohe Reife mit durchweg hoher Ambition
- Ambitious Climbers (23%): Niedrigere Reife, aber sehr hohe Ambition – die Aufholjagd läuft
- Robust Established (15%): Hohe Reife in einzelnen Bereichen, moderate Gesamtambition
- Transformation Laggards (23%): Unterdurchschnittliche Reife mit erkennbaren Lücken
Was alle eint: Über 90% wollen ihre digitale Reife signifikant steigern. Doch der Weg dorthin ist steinig.
Effizienz schlägt Ökosystem: Was Banken wirklich antreibt
Anders als in früheren Digitalisierungswellen stehen heute keine agilen Experimente oder Ökosystem-Partnerschaften im Vordergrund. Stattdessen dominieren messbare Effizienzgewinne und strategische Top-Management-Verankerung.
Die wichtigsten Treiber im Überblick:
- Effizienz & Kostensenkung (75%) – Prozessautomatisierung und Ressourcenoptimierung führen die Agenda an
- Technologische Innovationen (58%) – KI, Blockchain und IoT bieten neue Wettbewerbsvorteile
- Cybersecurity & IT-Stabilität (50%) – Regulatorik wie DORA erhöht den Druck
- Geschäftswachstum (42%) – Neue Erlösquellen durch Digitalisierung
- Kundenerwartungen (33%) – Omnichannel ist mittlerweile Basisanforderung
Überraschend: ESG-Kriterien landen mit 0% auf dem letzten Platz – ein Signal, dass Nachhaltigkeit noch nicht als primärer Digitalisierungstreiber wahrgenommen wird.
Zehn Handlungsfelder – drei stechen besonders hervor
Unsere Studie bewertet digitale Reife und Ambition über zehn zentrale Handlungsfelder hinweg. Drei davon zeigen besonders deutlich, wo die Branche steht – und wohin sie muss:
"KI wirkt wie ein Digitalisierungsbooster für die Bankenbranche. Sie initiiert Investitionen und Projekte in allen Handlungsfeldern – immer in der Hoffnung auf große Effizienzgewinne."
KI: Der Katalysator mit dem größten Potenzial
Künstliche Intelligenz hat die höchste Ambition aller zehn Felder. Rund 90% der Befragten sehen KI als zentral für ihre Zukunftsstrategie. Doch die Schere zwischen Vorreitern und Nachzüglern klafft weit auseinander: Während einige Banken KI bereits produktiv in Kundenservice, Betrugserkennung und Risikoanalyse einsetzen, experimentieren andere noch in frühen Pilotphasen.
Was hält Banken zurück? Datenqualität, regulatorische Unsicherheit und – Sie ahnen es – veraltete IT-Infrastrukturen, die moderne KI-Workloads nicht unterstützen können.
Legacy-Systeme: Die Achillesferse der Branche
Mehr als 80% der Befragten nennen veraltete Kernbankensysteme als größtes Hindernis. Über 90% erkennen an, dass der Austausch dieser Systeme kritisch ist, um Innovationen freizusetzen. Doch die Umsetzung ist komplex, teuer und risikoreich.
Viele Banken priorisieren daher zunächst kundenseitige Frontend-Prozesse und schieben die hochriskante Modernisierung der Core-Backends auf. Eine Strategie, die kurzfristig Luft verschafft – langfristig aber die Innovationsfähigkeit weiter einschränkt.
Wie gehen die Digital Leaders damit um? Welche Modernisierungsansätze funktionieren wirklich? Die Antworten finden Sie in der vollständigen Studie.
Prozessautomatisierung: Bis zu 25% Kosteneinsparung möglich
KI-gestützte Automatisierung kann Betriebskosten um bis zu 25% senken und Prozesse 80% schneller skalieren. Mehr als 75% der Befragten nutzen oder planen den Ausbau von RPA und KI-Agenten.
Doch auch hier zeigt sich: Systembrüche über heterogene IT-Landschaften hinweg verhindern häufig die nahtlose Automatisierung. Wer seine Datenarchitektur und IT-Betriebsmodelle nicht parallel modernisiert, wird die Potenziale nicht heben können.
Warum Zögern teuer wird: Sechs Gründe für sofortiges Handeln
Die Studie schließt mit einem klaren Appell. Sechs zentrale Gründe sprechen dafür, jetzt zu investieren:
- Steigende Kundenerwartungen: Wer digitale Standards nicht erfüllt, verliert Marktrelevanz
- Demografischer Wandel & Fachkräftemangel: Besonders in Core Banking, IT-Stabilität und Cybersecurity
- Messbare Effizienzgewinne: Frühe Anwender erzielen Skaleneffekte, die sich langfristig potenzieren
- Regulatorische Anforderungen: DORA und BCBS 239 machen veraltete Strukturen kostspielig und riskant
- Legacy-Systeme blockieren Innovation: Hohe Wartungskosten binden Ressourcen, die für Wachstum fehlen
- Digitale Souveränität: Frühe Investitionen sichern Unabhängigkeit von Plattform-Anbietern
"Die Herausforderung liegt in Automatisierung und Modernisierung, nicht in Ökosystem-Visionen. Erfolgreiche Institute setzen auf messbare Effizienzsteigerung. Pragmatismus schlägt Idealismus."
Digital 3.0 ist kein Zukunftsszenario – es ist die Gegenwart
Banken mit modernen Plattformarchitekturen, hoher KI-Reife und integrierten Datenlandschaften verschaffen sich Wettbewerbsvorteile durch schnellere Innovationszyklen, reduzierte Komplexität und resilientere Geschäftsmodelle.
Wer zögert, riskiert steigende Kosten, schwindende Flexibilität und wachsenden Strukturnachteil gegenüber digital fortgeschrittenen Wettbewerbern.
Sie wollen wissen, welche konkreten Maßnahmen die Digital Leaders ergreifen? Wie erfolgreiche Cloud-Strategien aussehen? Und warum DLT trotz hoher Erwartungen aktuell hintenansteht?
Laden Sie jetzt die vollständige Studie herunter.
Melden Sie sich jetzt an, um die vollständige Publikation herunterzuladen. Zusätzlich erhalten Sie regelmäßige News und Updates direkt in Ihre Inbox.