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think: act - Meister des Komplexen

Ausgabe 15, 2010

Wenn wir zukünftig nachhaltiges Wachstum schaffen wollen, muss es uns gelingen, die großen Probleme der Welt – den Klimawandel beispielsweise oder die Demografie – mit Wachstum zu verbinden. Dabei spielt industrielle Kompetenz eine entscheidende Rolle. Denn sowohl die „grünen Technologien“, die uns weiterbringen können, wie auch der Schub in der Produktivität, den wir brauchen, um mit weniger Erwerbstätigen Wachstum zu generieren, fußen letztlich auf überlegenem industriellem Know-how.

Deswegen ist es gut, dass die Krise gezeigt hat: Der Realwirtschaft – also Industrie und hochwertigen Dienstleistungen und vor allem der Kombination aus beiden – kommt im ökonomischen Gefüge die entscheidende Rolle zu. Das rückt die Prioritäten wieder gerade! Und es bringt Kontinentaleuropa mit seiner hohen Industriedichte in eine führende Position. Die Krise hat allerdings auch deutlich gemacht, dass es die asiatischen Volkswirtschaften waren, die uns vor dem Absturz in die Depression bewahrt haben und die für die nächsten Jahre der Wachstumsmotor bleiben werden.

Das chinesische Erfolgsmodell ist zum Symbol für diese Entwicklung geworden. Doch immer mehr Menschen fragen sich, wie lange in China der Spagat zwischen Kommunismus und Kapitalismus gehalten werden kann. Das Beispiel Indiens zeigt, dass es alternative Wege zu Wachstum und Wohlstand gibt. Wir präsentieren Ihnen daher in unserem Dossier unseren Blick auf die Chancen der Boomregion Indien. Eine Stärke Indiens ist seine Vielfalt, die als Schlüssel zu Wettbewerb und Fortschritt gelten kann. Es gibt nur eine Region auf der Welt, die eine höhere Anregungsdichte bieten kann: Europa. Nirgendwo sonst finden sich mehr Sprachen, Kulturen, Länder auf engerem Raum. Sie haben auch einen speziellen Blick auf das Management entstehen lassen – ein Thema, das wir in vielen Studien und Büchern vertieft haben. Über die Chancen eines „European Way of Management“ sprachen wir exklusiv mit BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

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