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Recycling von Papierverpackungen mit Barrierebeschichtungen

Recycling von Papierverpackungen mit Barrierebeschichtungen

21. März 2022

Strategische Herausforderung für die Verpackungshersteller zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Essen im Fast Food Restaurant, Kaffee zum Mitnehmen, nach Hause gelieferte Mahlzeiten. Unsere Kultur der Bequemlichkeit ist auch eine Kultur der Verpackungen – und sie erzeugt leider riesige Abfallmengen. Um die energie-und CO2-intensive Produktion von Kunststoffverpackungen und Glasflaschen zu reduzieren, nutzen Konsumgüterhersteller und -verkäufer insbesondere im Lebensmittelbereich zunehmend "hybride" Verpackungen auf Papierbasis. Diese Verpackungen erscheinen zwar auf den ersten Blick umweltfreundlich, erfordern aber Barrierebeschichtungen z.B. aus Kunststoff oder Aluminiumfolien, um den direkten Kontakt der Ware mit der Papierverpackung zu verhindern, die Verpackung zu stabilisieren oder schlicht die Dichtigkeit der Verpackung sicherzustellen.

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"Die Verpackungshersteller müssen sich beim Recycling deutlich stärker engagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben."
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Hybridverpackungen haben bereits einen Anteil von 13% an den in der Europäischen Union (EU) in den Markt gebrachten Papierverpackungen, und ihre Verwendung wird künftig weiter deutlich zunehmen. Leider wird die Nachhaltigkeit dieser "hybriden" Becher, Behälter und Papiere auch durch heute sehr niedrige Recyclingquoten beeinträchtigt. Dies ist einerseits auf technische Schwierigkeiten und hohe Kosten für die Trennung der Papierfasern von den Barrierematerialien beim Recycling zurückzuführen, andererseits fehlen in vielen Länder der EU spezialisierte Sammelketten.

Recycling von Hybrid-Verpackungen – der Druck steigt

Bis 2030 sollen das Recycling von Papier und Karton innerhalb der EU von derzeit 72 % auf 85 % gesteigert werden – ein Ziel, das nur durch eine drastische Erhöhung der Recyclingquoten von Hybridverpackungen erreicht werden kann, deren Anteil zunimmt. Die Branche hat bereits erste "Leuchtturm"-Pilotprojekte gestartet und der Druck auf die Verpackungshersteller steigt, sich mit ihren Ideen und Fähigkeiten am Ausbau der Kreislaufwirtschaft auch für diesen Verpackungstyp zu beteiligen.

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Portrait of Oliver Herweg
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Angesichts der ambitionierten Ziele und der verbleibenden Zeitachse hat die Branche keine Zeit zu verlieren , denn die zu schließende Recycling-Lücke ist erheblich. Auch die Verpackungshersteller sind gefordert, um gemeinsam mit Ihren Kunden diese Herausforderung zu bewältigen. Zwar war die Finanzierung der nationalen Sammel- und Recyclingsysteme in der Vergangenheit primär Sache der Konsumgüterhersteller, da sie die Verpackungen in den Verkehr bringen. Allerding steigt angesichts der hohen Kosten und drohenden Sanktionen bei Nichterreichung der Ziele nunmehr die Erwartung, dass sich auch die Verpackungshersteller bei Sammlung und Recycling intensiver mit einbringen.

Verpackungshersteller müssen sich beim Recycling engagieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern

Aktive Beiträge und innovative Ansätze für die Sammlung und das Recycling von Hybrid-Verpackungen – als Verpackungstyp, der heute nur zu einem sehr geringen Anteil einer Wiederverwertung zugeführt wird – und deren Einbettung in das bestehende Geschäftsmodel werden künftig zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Verpackungshersteller und für eine starke und partnerschaftliche Kundenbeziehung. Das Thema gehört somit zweifelsohne auf die Management-Agenda.

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