Triple Transformation in der Automobilbranche

Triple Transformation in der Automobilbranche

Ein Framework für die Automobilbranche der 2020er-Jahre

Entscheidungsträger in der Automobilbranche sehen sich mit beispiellosen Herausforderungen konfrontiert. Neue Mobilitätskonzepte, autonomes Fahren, Digitalisierung und Elektrifizierung (MADE) üben seit geraumer Zeit einen hohen Transformationsdruck auf die Automobilindustrie aus. Darüber hinaus wirken Megatrends wie Deglobalisierung und hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Corporate Citizenship destabilisierend auf die gesamte Weltwirtschaft. Zu guter Letzt ist aufgrund der COVID-19-Pandemie mit einem beschleunigten und schweren wirtschaftlichen Abschwung zu rechnen. Derartige Herausforderungen verlangen entschlossenes Handeln.

Das Triple-Transformation-Framework von Roland Berger dient Automobil-OEMs als Orientierungshilfe, um akute Herausforderungen zu meistern, notwendige Anpassungen vorzunehmen und langfristig eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Dabei steht das Rahmenkonzept auf drei Säulen: Position, Perform, Progress.

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Position: Kurs-Korrektur Ihrer MADE-Strategie

Die vier MADE-Trends führen zu einem tiefgreifenden Umbruch in der Automobilbranche. Neue Mobilitätsdienstleister drohen, die Kundenschnittstelle zu blockieren und OEMs zu reinen Geräteherstellern herabzustufen. Gleichzeitig verlieren OEMs gegenüber Technologieunternehmen und digitalen Anbietern an Boden und müssen auf die Herstellung von Elektrofahrzeugen umsteigen. Dadurch sind viele etablierte Marktteilnehmer ins Hintertreffen geraten.

Um sich an MADE anzupassen, müssen Automotive-Unternehmen ihre Strategie sowie ihre langfristigen Ziele überdenken. Dies bedeutet, nach innovativen Lösungen zu suchen, Geschäftsmodelle, Partnerschaften und Investitionen auf der Grundlage einer realistischen Marktentwicklungsansicht zu evaluieren und sich auf dieser Basis neu zu positionieren.

Perform: Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Leistung

Der derzeitige massive wirtschaftliche Abschwung wird die finanziellen Möglichkeiten von Automobilunternehmen viele Jahre einschränken. Aufgrund der Coronakrise werden kurzfristig deutlich weniger Fahrzeuge verkauft werden. Auf lange Sicht besteht Unsicherheit darüber, wann die Verkaufszahlen von vor 2020 wieder erreicht werden können.

Zur Gewährleistung nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit sind Anpassungen im Kern der Wertschöpfung unausweichlich. Unternehmen müssen indirekte Kosten einsparen, um die Flaute zu überbrücken. Zudem müssen direkte Kosten wertschöpfender Aktivitäten optimiert werden. Wie können beispielsweise Produkt- und Dienstleistungsportfolios radikal verschlankt werden? Ein ganzheitliches Konzept zur Bewertung, zum Management und zum Abbau von Komplexität ist ein elementarer Schritt in Richtung wettbewerbsfähiger Performance.

Progress: Entwicklung zum vorbildlichen Corporate Citizen

Wir glauben, dass vier sozioökonomische Megatrends die 2020er-Jahre prägen werden: die Verlagerung hin zu einer Gesellschaft der postfossilen Brennstoffe, eine wachsende Forderung nach sozialer Gerechtigkeit, Deglobalisierung und wirtschaftliche Volatilität. Um diese Aufgaben zu bewältigen und um die Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft zu erfüllen, müssen Automotive-Unternehmen ihre Organisation erneuern.

Im Zuge dieser Transformation sollte die Nachhaltigkeit bei ökologischen, sozialen und Governance-Fragen verbessert werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich, die Flexibilität der Wertschöpfungsketten zu steigern. Die Einrichtung eines Governance-Systems rund um das etablierte ESG-Framework ist eine wichtige Maßnahme. Doch das ist nicht alles. Klarheit über den eigenen Beitrag zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der UN sowie den Weg zur Klimaneutralität sind Wesensmerkmale eines zukunftsorientierten Corporate Citizen.

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