Klimaneutral bis 2045: Wie gelingt Deutschland die Transformation?

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Klimaneutral bis 2045: Wie gelingt Deutschland die Transformation?

14. Oktober 2021

In „Deutschlands Neue Agenda“ liefern Experten und CEOs Antworten auf die wichtigsten Fragen

Europa will der erste klimaneutrale Kontinent der Welt werden. Bis 2050 sollen alle Bereiche der Wirtschaft, der Staat selbst und die Lebensweise der Menschen klimaneutral sein. Deutschland geht noch einen Schritt weiter und will das Ziel bereits 2045 erreichen. Damit sind große Aufgaben verbunden, aber auch enorme Chancen, denn klimaneutrales Wirtschaften kann der Kern einer zukunftsfesten Wettbewerbsfähigkeit Europas werden.

Wie schafft Deutschland die Klimaneutralität bis 2045? In „Deutschlands Neue Agenda“ liefern mehr als 50 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft die Antworten. Und sagen, was bis wann passiert sein muss, damit die Transformation gelingt.
Wie schafft Deutschland die Klimaneutralität bis 2045? In „Deutschlands Neue Agenda“ liefern mehr als 50 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft die Antworten. Und sagen, was bis wann passiert sein muss, damit die Transformation gelingt.

Was aber ist jetzt zu tun? Wie kann die Transformation wirtschaftlich erfolgreich, sozial ausgewogen und rechtzeitig gelingen? Das sind die Fragen, auf die der Band „Deutschlands Neue Agenda“ Antworten liefern will.

Sieben Herausgeberinnen und Herausgeber werfen gemeinsam mit 50 CEOs, Wissenschaftlerinnen und Praktikern einen Blick auf alle wichtigen Bereiche der Transformation, zeigen Fortschritte und beschreiben die Herausforderungen, die vor uns liegen. Neben Roland Berger Global Managing Partner Stefan Schaible zählen Prof. Dr. Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zum Herausgeberkreis, außerdem Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI), Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Meyer, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Dr. Lutz Meyer, Kommunikationschef des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) sowie Herausgeber u.a. der Bände „Deutschlands Neue Verantwortung“ und „Deutschland 2030“ sowie Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG.

Das Spektrum der vertretenen Branchen reicht von der Stahlbranche bis zur Automobilindustrie, vom Messewesen bis zur Ernährungsindustrie, von der Touristik bis hin zur öffentlichen Verwaltung, die Namen der Autoren von A wie Appel (Deutsche Post DHL Group) bis von Achten (HeidelbergCement).

Alle Autorinnen und Autoren beantworten dieselben Fragen: Was bedeuten die Klimaziele für die Transformation, welche Rolle spielt die Digitalisierung auf diesem Weg und was braucht es seitens des Staates und anderer Sektoren, um den Weg freizumachen?

Wie Beratung die Transformation unterstützt

Beratung muss ihre Kunden bei der Bewältigung der fundamentalen Transformation in eine digitale und klimaneutrale Zukunft zu unterstützen. Diesen Anspruch formuliert Roland Berger Global Managing Partner Stefan Schaible in seinem Beitrag zu „Deutschlands Neue Agenda“. Dabei spielt nach seiner Überzeugung neben der Expertise künftig der Wertekompass der Beraterinnen und Berater eine entscheidende Rolle.

So müsse Beratung sowohl nach innen den Beschäftigten gegenüber wie auch gegenüber den Kunden glaubwürdig sein und ihre Werte mit Leben füllen. Der Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit, insbesondere der jeweilige Beitrag zum Ziel der Klimaneutralität, werde dabei für alle Unternehmen in Zukunft zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Wie Schaible weiter ausführt, hat sich Roland Berger selbst das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2028 Netto-Nullemissionen zu erreichen. Die entscheidenden Hebel seien ein angepasstes Reiseverhalten mit insgesamt weniger Reisen, mehr Bahn- statt Flugreisen und ein höherer Homeoffice-Anteil – stets in Abstimmung mit den Anforderungen der Kunden im Hinblick auf die Präsenz der Teams vor Ort. Hier habe die Corona-Herausforderung eine wirkliche Disruption der Branche befördert, denn Meetings in digitalen Formaten sind seitdem nicht mehr geduldet – wie früher –, sondern breit akzeptiert und werden von vielen Kunden sogar aktiv nachgefragt.

"Wir möchten unseren Kunden helfen, die Dekarbonisierung stärker als Chance denn als Risiko zu begreifen. Am Ende werden Unternehmen, die jetzt konsequent handeln, einen klaren Wettbewerbsvorteil haben."
Portrait of Stefan Schaible
Senior Partner, Global Managing Partner
Frankfurt Office, Zentraleuropa

Transformation in ohnehin fordernden Zeiten

Doch nicht nur die Beratungsbranche verändert sich – die gesamte die Wirtschaft stehe vor der denkbar umfassendsten Umstellung ihrer Geschäftstätigkeit. Die Transformation hin zu Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit betreffe die gesamte Wertschöpfungskette, von der Produktentwicklung, über Herstellung und Einkauf bis hin zum Vertrieb. Ohne organisatorische Neuaufstellung könne und werde sie nicht gelingen.

Zusätzlich müssten viele Unternehmen heute mehrere Transformationsprojekte gleichzeitig bewältigen und ihr Portfolio viel aktiver als früher managen. Ein weiterer Drahtseilakt: Die Firmen müssten ihre Margen absichern, aber gleichzeitig massiv in Zukunftstechnologien investieren, um nicht abgehängt zu werden. Denn Innovation werde künftig noch wichtiger sein, vor allem im internationalen Vergleich. Wer forschen und neue Produkte oder Services entwickeln wolle, brauche dafür die nötigen Mittel. Damit rückten für Roland Berger traditionell wichtige Themen wie Performance-Improvement, verbunden mit Innovation, in noch nicht da gewesener Form in den Fokus der Beratung.

Mehr die Chancen als die Risiken sehen

In dieser herausfordernden Situation möchte Roland Berger seinen Kunden helfen, die Dekarbonisierung stärker als Chance denn als Risiko zu begreifen. Denn die gebe es zweifellos. Am Ende würden Unternehmen, die jetzt konsequent handeln, einen klaren Wettbewerbsvorteil haben.

Klar ist aber auch: Dekarbonisierung und Digitalisierung wird die Wirtschaft nur dann erfolgreich umsetzen können, wenn auch der Staat seine Hausaufgaben macht. Dazu müsse die Verwaltung flexibler werden und schneller lernen. Dies könne nur durch radikale Reformen gelingen. Viele spannende und wichtige Projekte könnten nach seiner Ansicht effizienter umgesetzt werden, wenn zeitgemäße Planungsmechanismen, -prozesse und nicht zuletzt -kapazitäten eingesetzt würden.

Den vollständigen Beitrag von Stefan Schaible finden Sie hier.

Dekarbonisierung als Wettbewerbsfaktor

Die Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung nicht nur große Herausforderungen sind, sondern Unternehmen auch neue Möglichkeiten eröffnen – zumindest für die, die jetzt schnell und entschlossen handeln –, vertritt auch Roland Berger-Partnerin Yvonne Ruf in ihrem Buchbeitrag.

Unternehmen sollten ihre Geschäftsmodelle daher schnellstmöglich überdenken und mit Blick auf Nachhaltigkeit neu aufsetzen. Viele Unternehmen hätten die Zeichen der Zeit erkannt. So legten immer mehr Firmen ihre CO2-Emissionen offen. Netto-Null-Ziele verfolgen laut Ruf inzwischen mehr als 1.500 Firmen mit einem Gesamtumsatz von mehr als zehn Billionen Euro und 19,3 Millionen Beschäftigten.

Handeln oder Nichthandeln als Differenzierungsfaktor

Mit diesen Entwicklungen gehe ein profunder Wandel der Wettbewerbsmechanismen einher. Baute die Wettbewerbsfähigkeit in einem gegebenen Markt bislang meist auf Stärken in puncto Qualität oder Preise – wie einer überlegenen Kostenstruktur, eines einzigartigen Produkts oder einer Innovation –, gewinne nun das Handeln oder Nichthandeln in Klimafragen als Differenzierungsfaktor an Bedeutung. Mehr noch: Wenn Unternehmen mit den steigenden Klimastandards nicht mehr mithalten können, riskieren sie nach Rufs Überzeugung den Zugang zu wichtigen Absatzmärkten. Als Resultat würden sich die Klimaschutzaktivitäten der Unternehmen zunehmend auch im Unternehmenswert widerspiegeln.

All das verlange von den Verantwortlichen ein gründliches Umdenken. Statt als Kostenfaktor und Belastung für das Ergebnis, sollte die Dekarbonisierung als Investition in die Zukunft betrachtet werden. Eingesparte Emissionen würden zur Ertragsquelle und Kohlenstoffpreise zu einer Art Währung. Wer dies am besten verstanden habe und am konsequentesten umsetze, werde zu den Gewinnern zählen.

Im Grunde gehe es darum, so Ruf, die langfristige Überlebensfähigkeit abzusichern, denn mit ihrer Klimaschutzstrategie schüfen Unternehmen die Voraussetzungen dafür, dass sie lokale Klimaziele und Grenzwerte einhalten, nach der Dekarbonisierung nicht ohne Bezugsquellen dastehen – und Erzeugnisse liefern, die mit einer kohlenstoffarmen Welt kompatibel sind.

Den ganzen Beitrag von Yvonne Ruf lesen Sie hier.

Deutschlands Neue Agenda – alle Themen, alle Beträge

Welche konkreten Schritte und Maßnahmen empfehlen namhafte Wissenschaftler, Experten und CEOs für die nächsten Jahre, damit Deutschland den Weg in eine digitale und klimaneutrale Zukunft erfolgreich beschreiten kann? Welche Voraussetzungen muss der Staat schaffen und wo liegen die Schwerpunkte in den verschiedenen Branchen?

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in den mehr als 50 aktuellen Beiträgen namhafter Autorinnen und Autoren, die „Deutschlands Neue Agenda“ jetzt exklusiv vorlegt.

Einen Überblick über Autorinnen und Themen sowie alle vollständigen Beiträge zur Ansicht finden Sie unter www.deutschlands-neue-agenda.de

Den gesamten Band können Sie hierbestellen.

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Klimaneutral bis 2045: Wie gelingt Deutschland die Transformation?

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Deutschland auf dem Weg in die Klimaneutralität: Wie gelingt Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Transformation in eine digitale und nachhaltige Zukunft?

Veröffentlicht Oktober 2021. Vorhanden in
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