Article
Transatlantische Wirtschaft steht durch COVID-19 unter Druck

Transatlantische Wirtschaft steht durch COVID-19 unter Druck

8. April 2020

Mitglieder der AmCham Germany wappnen sich für Umsatzeinbußen

Abgesagte Veranstaltungen, Lieferverzögerungen und steigende Beschaffungskosten gehören zu den zentralen Herausforderungen, vor denen die Mitglieder der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) stehen. Eine Blitzumfrage unter den 2.300 Mitgliedsfirmen ergab, dass 90 Prozent der Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 Umsatzeinbußen erwarten. Diese Ergebnisse ergänzen die Resultate des Transatlantic Business Barometers 2020, für das die AmCham Germany in Kooperation mit Roland Berger Unternehmen zu den Standortbedingungen in Deutschland und in den USA befragt hat.

Trotz zahlreicher Herausforderungen hatte die Mehrheit der Firmen, die sich am jährlich erscheinenden Business Barometer beteiligen, 2019 ein solides Jahr. Vor dem Coronavirus-Ausbruch in Europa und den USA ging ein Großteil der Unternehmen weiterhin von steigenden Umsätzen aus. Mit Beginn der Krise stellt sich die Situation komplett anders dar: 90% der befragten Unternehmen rechnen mit Geschäftrückgängen. Über 50 Prozent haben ihre internen Arbeits- und Produktionsprozesse angepasst, hauptsächlich durch Heimarbeit. 95 Prozent der befragten Firmen spüren die Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs bereits, wobei die Absage externer und interner Veranstaltungen, Verzögerungen in der Versorgungskette oder Lieferausfälle die größten Auswirkungen auf das Geschäftsleben haben.

Zur Aktivierung des wirtschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland und den USA ist gemeinsames Handeln gefragt.
Zur Aktivierung des wirtschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland und den USA ist gemeinsames Handeln gefragt.

Einheitliche Lösungen und gemeinsames Handeln

Um die transatlantische Wirtschaft im Umgang mit der Pandemie zu stützen, werden staatliche Anreize und gemeinsame Initiativen ausschlaggebend sein. Nur kollektives Handeln gegen die Epidemie und ihre ökonomischen Folgen kann Lösungen für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks liefern. Isolationismus hingegen wird die Probleme nur verschlimmern. Stattdessen sind inmitten der Herausforderungen dieser schweren Zeit gemeinsame Lösungen zur Aktivierung des transatlantischen Handels gefragt.

Das Transatlantic Business Barometer 2020 umfasst 33 US-Firmen in Deutschland mit einem Umsatz von mehr als 30 Milliarden Euro und 30 deutsche Firmen in den USA mit einem Umsatz von rund 40 Milliarden Euro. Die Ergebnisse sind in vollem Umfang auf der Seite der AmCham Germany verfügbar.

Das könnte Sie auch interessieren
Portrait of Christian Krys
Senior Expert
Düsseldorf Office, Zentraleuropa
+49 211 4389-2917