Nachhaltiges Engagement mit Unterstützung für Menschen vor Ort

Nachhaltiges Engagement mit Unterstützung für Menschen vor Ort

Projekte in Indien, im Kongo, in Ruanda und Uruguay

Bis wir unsere Emissionen bis 2028 auf null reduziert haben, erreichen wir Klimaneutralität auch deshalb, weil wir unsere aktuellen Emissionen durch die Finanzierung von Projekten ausgleichen, die den CO2-Gehalt in der Atmosphäre reduzieren.

Die Umwelt- und Sozialprojekte, die wir unterstützen, befinden sich auf drei Kontinenten, darunter Initiativen in Uruguay, Kongo, Ruanda und Indien.

CO2 Kompensation - wie sie funktioniert

Durch unsere Aktivitäten produzieren und kompensieren wir derzeit rund 36.000 Tonnen CO2-Äquivalente. Wir kompensieren CO2 durch den Kauf von Emissionsgutschriften. Jeder Credit steht für die Vermeidung oder Entfernung einer Tonne CO2 aus der Atmosphäre. Um sicherzustellen, dass die Projekte glaubwürdig und von hoher Qualität sind, wird jeder Emissionsgutschein von unabhängigen Standardisierungsagenturen zertifiziert. Roland Berger kauft nur Qualitätsgutschriften, die entweder das Gold Standard- oder das Verified Carbon Standard (VCS)-Siegel tragen.

Alle Projekte tragen zu einer Reduzierung von CO2 bei, indem sie entweder dessen Freisetzung verhindern (Kompensation) oder es physisch aus der Luft entfernen (Sequestrierung). Grob gesagt gibt es vier Haupttypen von Kompensationsprojekten: Projekte für erneuerbare Energien, Projekte für Energieeffizienz, Projekte zur Abholzung von Wäldern und Projekte zur Wiederaufforstung. Wir haben uns entschieden, ein Projekt aus jeder der vier Kategorien zu unterstützen.

Unsere Umwelt- und Sozialprojekte auf drei Kontinenten

Alle Projekte eint das Ziel, nicht nur einen Beitrag zum Schutz von Klima, Arten und natürlichen Ressourcen zu leisten, sondern auch den Menschen vor Ort zugute zu kommen: durch neue wirtschaftliche Perspektiven, bessere Lebensbedingungen, sauberes Wasser oder den Zugang zu Bildungsinitiativen.

So bewahrt unser Investitionsprojekt im Kongo fast 200.000 Hektar besonders artenreichen Regenwaldes vor der Abholzung und Umwandlung in landwirtschaftliche Fläche. Durch den Aufbau von Solarkraftwerken in drei indischen Bundesstaaten wird der Ausstoß von 3,5 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Außerdem entstehen qualifizierte Arbeitsplätze und wir helfen dabei, die Weichen für einen diversifizierten, nachhaltigen Energiemix für das stark wachsende Land zu stellen. In Ruanda versorgt das Projekt, in das wir investieren, fast 70.000 Menschen mit sicherem, sauberem Trinkwasser. In Uruguay entsteht mit unserer Unterstützung eine zukunftsfähige und nachhaltige Holzwirtschaft. Alle genannten Initiativen führen wir gemeinsam mit South Pole durch, einem der führenden Projektentwickler und Anbieter von globalen Klimaschutzdienstleistungen.

Schutz des Regenwaldes im Kongo-Basin

Nachhaltige Forstwirtschaft statt Abholzung. Die Demokratische Republik Kongo ist Heimat eines Großteils der tropischen Regenwälder Afrikas. Obwohl die Abholzung relativ langsam voranschreitet, ist das artenreiche Gebiet durch industrielle und landwirtschaftliche Expansion massiv bedroht.

Das Isangi-Projekt schützt fast 190.000 Hektar Regenwald vor der Umwandlung in landwirtschaftliche Fläche. Durch neue Einkommensquellen für die einheimische Bevölkerung, etwa in der Tilapia-Zucht oder Forstwirtschaft, wird die weitere Abholzung vermieden. Außerdem werden die Menschen vor Ort in nachhaltiger Landwirtschaft geschult.

So konnte die Abholzungsrate in dem betroffenen Gebiet um 30 bis 100 Prozent gesenkt werden. Das spart jährlich 324.000 Tonnen CO2 und schützt die biologische Vielfalt des Ökosystems. Das Isangi-Projekt finanziert außerdem lokale Bildungsprogramme und hilft, traditionelle kulturelle und spirituelle Identitäten zu erhalten.

Infobox

- Schaffung von rund 400 neuen Arbeitsplätzen
- Bau von drei Schulen und drei Brücken
- Workshops zu Themen wie Abwasserentsorgung, Bildung, Abfallmanagement, Biodiversität etc.
- Einsparung von rund 325.000 Tonnen CO2 pro Jahr
- Schutz von fast 190.000 Hektar Land

Solarenergie für eine saubere Zukunft in Indien

Arbeitsplätze statt Emissionen. Indien ist, gemessen an seiner Bevölkerung, das zweitgrößte Land der Erde. Durch die boomende Wirtschaft steigt auch der Energiebedarf exponentiell. Investitionen in erneuerbare Energien sind daher ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine nachhaltige weitere Entwicklung und künftigen Wohlstand.

Das Projekt in den Bundesstaaten Telangana, Gujarat und Rajasthan umfasst fünf Solar-Photovoltaik (SPV)-Standorte mit einer installierten Gesamtleistung von 205 MW. Sie liefern emissionsfreie Energie ins indische Stromnetz und ersetzen damit andere, kohlenstoffintensive Energiequellen.

Während seiner ersten zehnjährigen Anrechnungszeit wird das Projekt die Emission von mehr als 3,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Außerdem entstehen in den umliegenden Gemeinden neue Arbeitsplätze und es werden Bildungsinitiativen für Schüler vor Ort finanziert.

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- Erzeugung von rund 380.000 MWh erneuerbarer Energie pro Jahr
- Schaffung neuer Verdienstmöglichkeiten für gelernte und ungelernte lokale Arbeitskräfte
- Technische Weiterbildung für die Beschäftigten

Sichere Wasserversorgung in Ruanda

Wie sauberes Trinkwasser und Klimaschutz zusammenhängen. Um Trinkwasser zu erhalten, müssen Familien in Ruanda das verfügbare Wasser häufig entweder über ineffizienten Holzfeuern abkochen oder weite Strecken zurücklegen. Viele Menschen leiden an Atemwegserkrankungen, weil sie den Rauch der Feuer in ihren Häusern einatmen.

Brunnen bieten Zugang zu sauberem Wasser und machen den Einsatz von Brennstoffen zum Abkochen überflüssig. Allerdings sind die Gemeinden oft nicht in der Lage, diese langfristig zu unterhalten. Das South Pole-Projekt in Ruanda restauriert und repariert in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden bestehende Süßwasserbrunnen. Dadurch verbessert sich die Gesundheit der Familien, während gleichzeitig Emissionen reduziert und Wälder geschützt werden.

Der einfache Zugang zu sicherem Trinkwasser hat für die betroffenen Gemeinden große Vorteile: So werden vor allem Frauen und Mädchen entlastet, weil sie kein Feuerholz mehr sammeln müssen. Stattdessen können sie (Klein-) Unternehmen gründen oder die Schule besuchen. Auch Atemwegserkrankungen treten seitdem deutlich seltener auf.

Infobox

- 68.000 Menschen profitieren unmittelbar durch die verbesserte Lebensqualität in den Kommunen
- Die Menschen vor Ort gewinnen 50 Millionen Liter sauberes Wasser
- Einsparung von 125.000 Tonnen CO2 jährlich, weil keine Holzfeuer mehr zum Abkochen gemacht werden müssen
- 85.000 Tonnen Holz werden nicht verfeuert und damit die umliegenden Wälder geschont

Rekultivierung des Guanaré-Waldes in Uruguay

Auf kargem Weideland wächst neuer Wald.Die ländlichen Regionen in Uruguays Osten sind stark durch Viehwirtschaft geprägt. Im Projektgebiet hat Überweidung zu Erosion, ausgelaugten Böden und einem massiven Rückgang der Artenvielfalt geführt. Vor allem Frauen und Jugendliche leiden in der Folge unter Arbeitslosigkeit und prekären Arbeitsbedingungen.

Im Rahmen des Guanaré Wald-Projektes werden vier Graslandflächen durch die Pflanzung von Eukalyptusbäumen wieder als komplexer Lebensraum hergestellt. Das verbessert die Bodenqualität und fördert die Biodiversität, außerdem wird Kohlenstoff im Boden gebunden. Durch den Aufbau einer nachhaltigen Holzindustrie (FSC-Standard) mit qualifizierten Arbeitsplätzen, die Steigerung des Exports und die Entwicklung neuer Produktionsketten stärkt das Projekt auch die regionale Entwicklung.

Infobox

- Knapp 130.000 Tonnen jährliche CO2-Einsparung
- Rund 21.000 Hektar aufgeforstetes Land

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